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Wohnungsbestand
Das Wohnquartier umfasst ursprünglich insgesamt 221 Wohneinheiten, davon 66 als sog. „Altenwohnungen“ errichtet. Kennzeichnend für den Wohnungsbestand ist die Vielfalt der Wohnungsgrößen und -grundrisse. Die ursprüngliche Gesamtwohnfläche von rd. 16.800 m² verteilt sich auf 3,5- bis 6,5-Raumwohnungen mit Wohnflächen von 50 - 106 m².
Die 3 sternförmigen Wohnblöcke der Wohnanlage setzen sich jeweils aus insgesamt 4 Gebäudeeinheiten zusammen, wobei das jeweils mittlere Einzelgebäude die höchste Geschossigkeit aufweist. Die 4 Gebäudeeinheiten bestehen jeweils aus einem Gebäudekern mit Treppenhaus, Aufzug und Flurbereich. Tragende bzw. aussteifende Bauteile, zu denen das Treppenhaus, der Aufzugsschacht und die Decken zählen, sind aus Stahlbeton in Fertigteil- oder Ortbetonbauweise erstellt. Ebenfalls aus Stahlbeton hergestellt sind die Außenwände des jeweils mittleren Einzelgebäudes und ein Teil der Innenwände. Die Außenwände der anderen angrenzenden Einzelgebäude bestehen teilweise aus Mauerwerk mit einem Kalk-Zement-Putz auf der Innenseite. Alle nicht tragenden Innenwände sind i.d.R. aus Gipsdielen erstellt worden.
Städtebaulich betrachtet stellt das Wohnquartier die größte und mit Abstand auch höchstverdichtete Wohnsiedlung in Oer-Erkenschwick dar. Aufgrund ihrer Bauweise und ihrem Erscheinungsbild prägt die Siedlung das Stadtbild von Oer-Erkenschwick in erheblichem Maße und steht in deutlichem Gegensatz zu der übrigen kleinteiligen, aufgelockerten Siedlungsstruktur mit vorrangig zweigeschossiger Bebauung.
Insgesamt besteht kein größerer Instandhaltungsstau, allerdings sind einzelne Gebäudebereiche in einem optisch schlechten Zustand. Zudem sind in Bezug auf den baulichen Zustand der Wohnanlage erste Anzeichen für erforderliche substanzerhaltende Maßnahmen ersichtlich.
Allgemein entsprechen die Gebäude weder unter baulichen, energetischen noch betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten den heutigen Standards. Die Flachdächer und die Fassadenbereiche sind entweder unzureichend oder überhaupt nicht gedämmt und erfüllen ebenso wenig wie die Fenster die Anforderungen an einen optimalen Wärmeschutz.
Innerhalb der Gebäude ist hinsichtlich der unattraktiven, dunklen und schlecht einsehbaren Hauseingangs- und Hausflurbereiche dringender Handlungsbedarf geboten. Aus technischer Sicht sind die Aufzugsanlagen veraltet und die Heizzentrale, obwohl 1988 erneuert, laut Gutachten als suboptimal zu bezeichnen und somit ebenfalls erneuerungs- bzw. verbesserungsbedürftig.
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