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Prüfung verschiedener Handlungsmodelle
Gemeinsame Überlegungen von THS, VMW und THS Consulting, einem weiteren Tochterunternehmen des THS-Konzerns, zu neuen Konzepten für eine nachhaltige Revitalisierung der Wohnanlage in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Kommune und dem Land NRW gehen bereits auf das Jahr 1998 zurück. Eine Veräußerung der Sozialwohnungen an einen Investor stellt hierbei für die VMW als ehemals gemeinnützigem Wohnungsunternehmen keine Handlungsstrategie dar. Die wesentlichen Ausgangspotenziale für eine nachhaltige Quartiersentwicklung sind die hervorragende innenstadtnahe Lage, das gute und vielfältige Wohnungsangebot sowie ein „treuer“ Mieteranteil von rd. 35 %.
Verschiedene Handlungsoptionen werden unter Berücksichtigung der vorhandenen Ausgangspotenziale sowie insbesondere städtebaulicher, sozialer, wohnungsmarktpolitischer, wohnungs- und finanzwirtschaftlicher Kriterien geprüft.
Das Negativimage sowie die gravierenden sozialen und wohnungswirtschaftlichen Probleme sind eindeutig in der städtebaulichen Struktur der Wohnsiedlung begründet. Daher stellt sich der geordnete Teilrückbau des Wohnquartiers im Rahmen eines integrierten Handlungskonzeptes nach Prüfung der verschiedenen Handlungsalternativen als die einzig erfolgversprechend Lösung dar.
Der selektive Rückbau von Wohnungen und die damit verbundene Reduzierung der Kubatur bedeuten gleichermaßen eine optimale Anpassung an die Siedlungsstruktur von Oer-Erkenschwick sowie ein äußerlich deutlich sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Veränderung im Erscheinungsbild des Wohnquartiers. Die Wohnsiedlung wird nicht länger einen städtebaulichen „Fremdkörper“ darstellen – ein Sachverhalt, der sich wiederum sehr positiv auf einen nachhaltigen Wandel des Quartiersimages von der „Halluinstraße“ zurück zum „Schillerpark“ auswirken dürfte.
Ebenso sprechen wohnungsmarktpolitische und wohnungswirtschaftliche Gesichtspunkte für diese Planungsvariante, da in Oer-Erkenschwick als Wohnstandort im Übergang zum ländlichen Raum vorzugsweise eine Nachfrage nach kleinteiligeren Siedlungsstrukturen und Wohnformen besteht. Der vorhandenen Nachfrage von Singles, Paaren und Familien verschiedener Alters- und Einkommensgruppen nach innerstädtischem Wohnen im qualitätsvollen Geschosswohnungsbau - alternativ zum Eigenheim am Stadtrand – wird mit dieser Variante zusätzlich Rechnung getragen vorhanden. Mit dem Teilrückbau wird zudem eine Reduzierung nicht mehr vermietbarer Wohnungen in den oberen Geschossen erreicht.
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