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Aktuelle Neuigkeiten
| 29.05.2003 |
Stadtumbau West geht an den Start |
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Die nunmehr ehemalige Bergbaustadt Oer-Erkenschwick ist eine von elf Pilotstädten im Rahmen des Forschungsfeldes Stadtumbau West, in denen exemplarische (Rück-)Baumaßnahmen vom Bundesbauministerium, dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung sowie vom NRW-Städtebauministerium gefördert werden.
VMW-Geschäftsführer Jörg Schwenzfeier: "Die Kooperation von Stadt, Land, Bund und Wohnungsbauunternehmen bei dem Projekt Schillerpark ist ein einzigartiger Schulterschluss."
Schon seit Jahren arbeitet Jörg Schwenzfeier eng mit dem zuständigen Landesministerium zusammen: Der Grund: Die 221 Wohneinheiten in den bis zu zwölf Stockwerken hohen Wohnblöcken mit Asbest-Zement-Fassade, ist schon seit vielen Jahren ein Sorgenkind der VMW. Der Leerstand der Wohnungen nahm immer mehr zu, das Image der Wohnsiedlung mit Menschen aus 17 Nationen sank immer weiter.
"Eigentlich hat dieser Hochhausbereich nie zu Oer-Erkenschwick gepasst", brachte es denn auch Dr. Hans-Dieter Krupinski, Abteilungsleiter beim NRW-Städtebauministerium, auf den Punkt.
Häuserabriss oder Bestandserhaltung
Abriss und Neubau, Veräußerung oder Bestandserhaltung und -entwicklung - die VMW entschloss sich schließlich zur dritten Alternative.
Drei so genannte Impulsprojekte werden nun gefördert. Dazu zählen der geordnete Teilrückbau von Wohnungen, die Aufwertung des Wohnumfeldes sowie das Quartiers- und Umzugsmanagement.
40 Prozent der Fördergelder in einer Gesamthöhe von knapp 6,9 Mio. Euro gibt der Bund, 50 Prozent das Land und zehn Prozent muss die Stadt beisteuern. Die VMW selbst investiert zusätzlich rund fünf Mio. Euro.
Konkret bedeutet das: Ab Herbst werden die Wohnblöcke stufenweise filetiert. Das heißt, die zwölfgeschossigen "Klötze" werden durch Fachfirmen "herausgeschnitten", wie Gisbert Schwarzhoff von der THS Consulting, einer VMW-Tochter, erläuterte.
Die ersten Gespräche mit 36 vom Umzugsmanagement betroffenen Mietparteien haben begonnen und bringen keine Probleme. Die VMW ist zuversichtlich, im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Der erste Teilabschnitt soll dann im Sommer 2004 fertiggestellt sein.
Ab dann soll der "Schillerpark" ein komplett neues Gesicht erhalten und ein weiterer Meilenstein des Strukturwandels in Oer-Erkenschwick sein. Die VMW ist fest davon überzeugt, dass sich auch nach und nach das Image des Wohnbereichs verbessern wird. "Wir sehen den Schillerpark" als großes Chance, sagte Jörg Schwenzfeier.
Dass sich in Sachen Halluinstraße dringend etwas verbessern muss, unterstreicht das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die VMW in Auftrag gegeben hat. Knapp 90 Prozent aller Oer-Erkenschwicker kennen die Siedlung, fast 70 Prozent geben ihr die Schulnoten fünf und sechs. Das soll sich nun ändern.
Donnerstag, 29. Mai 2003 | Quelle: Stimberg Zeitung (Oer-Erkenschwick)
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