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Aktuelle Neuigkeiten
| 30.04.2004 |
Frösche malochen auf dem Bau
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Ein Hausmeister als Graffiti-Sprüher: Die
Vestisch-Märkische Wohnungsbaugesellschaft
(VMW) machte es möglich. Rolf Christott
verewigte sich gestern mit einem gesprühten
Elefanten auf dem Bauzaun am "Schillerpark".
Dabei stellte Christott fest, einfach ist
die Sache nicht. Weshalb Jörg Schwenzfeier,
Geschäftsführer der VMW, auch ein ganzes Team
professioneller Sprayer engagiert hat, das
sich mit dem rund 30 Meter langen Bauzaun
beschäftigen wird. "Wir möchten, dass die
Kunst der Sprayer dargestellt wird", sagte
Schwenzfeier zu der Aktion. Gleichzeitig
wollte man so verhindern, dass der Zaun mit
irgendwelchen Motiven beschmiert wird. Ein
Problem, mit dem sich auch die VMW immer
wieder herumschlägt. "Graffiti-Schmierereien
von den Häusern zu entfernen kostet richtig
Geld", so Schwenzfeier.
Was die Graffiti-Künstler vom
Stadtteilzentrum "Extra 3" in
Recklinghausen-Suderwich gemeinsam mit
Sozialpädagogen Sascha Falm auf die blauen
Zaunflächen sprühen, hat mit Schmiererei nun
wirklich nichts zu tun. Wer sich mit Graffiti
beschäftigt, muss schon auch künstlerisch
begabt sein. Oliver Marke (26), einer der
insgesamt 15 Sprayer, macht vor, wie es geht.
Von links nach rechts hat er gekonnt sein
Künstlersynonym auf einem Stück des Zauns
verewigt. "MÄRZ" steht da, allerdings nicht
direkt in Buchstaben. Es sind bunte Figuren,
die die Buchstaben darstellen.
Eine Auflage hatte Schwenzfeier den Spayern
gemacht. Die Motive sollen möglichst etwas mit
Bauen zu tun haben. Deshalb setzt ein Sprayer
einem dicken grünen Frosch einen gelben
Schutzhelm mit der Spraydose auf den Kopf. Die
Sprayer überlegen sich zwar vorher Motive,
sind aber bei der Arbeit doch kreativ und
spontan. Eines steht jedoch fest: Die
Bauarbeiter vor dem Zaun werden alle als
Frösche daher kommen. Als arbeitsame und
arbeitsintensive Hüpfer. Erst werden die
Konturen gesprüht, dann die Grundfarben,
später kommen die Lichteffekte dazu und dann
wird nachgearbeitet. Und alles ganz legal, was
auch Ziel des Sprayerprojektes von "Extra 3"
ist.
(Quelle: WAZ/30.04.2004 / LOKALAUSGABE / OER-ERKENSCHWICK)
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