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> Schillerpark > Historie > 1990er
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Entwicklung in den 90er Jahren
Als charakteristisches Beispiel für den hochgeschossigen sozialen Wohnungsbau der 70er Jahre errichtet, verliert der „Schillerpark“ bereits Mitte der 80er Jahren mit der steigenden Nachfrage zu Gunsten des Einfamilienhausbaus am Stadtrand an Stellenwert. Im Wohnquartier treten die ersten sozialen Probleme und Leerstände auf.
In den 90er Jahren nimmt mit der ungebrochenen Bevorzugung des randstädtischen Einfamilienhauses als Wohnform die Akzeptanz für die Hochaussiedlung rapide ab. Einst als „Errungenschaft der Technik“ gelobt, sind die funktionalen Wohnsilos - nach nur zwei Jahrzehnten - endgültig als „Betonklötze“ verpönt. Neben den typischen städtebaulichen und baulichen Mängeln führen insbesondere die sozialen Defizite zu den entsprechenden symptomatischen, negativen Begleiterscheinungen. Anonymität, soziale Konflikte und erhebliche Schäden durch Vandalismus kennzeichnen den Wohnungsbestand ebenso wie hohe Fluktuation und Leerstände von bis zu 20 %. Die Folge ist ein enormer Imageverlust für das Wohnquartier.
Aufgrund dieser gravierenden Probleme sowie der damit verbundenen Mieteinbußen und steigenden Instandhaltungsausgaben wird die Notwendigkeit, eine Entscheidung über die Zukunft der Hochhaussiedlung zu treffen, für die VMW zunehmend dringlicher. Da Angebot und Nachfrage nicht übereinstimmen, ist die Konkurrenzfähigkeit der Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt und damit die mittel- bis langfristige Vermietbarkeit für die VMW nicht mehr gegeben. Zudem hat sich der „Schillerpark“ der 70er Jahre auch zu einem in sozialer Hinsicht problematischen Wohnstandort entwickelt, für den nicht nur im Interesse der unmittelbar angrenzenden Wohnquartiere, sondern letztlich auch des gesamten Stadtgebietes von Oer-Erkenschwick dringender Handlungsbedarf besteht.
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