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Städtebauliche Herausforderung durch Stadtumbau
Städte sind als dynamische Siedlungsform einem ständigen
Strukturwandel unterworfen. Dies ist kein zeitgenössisches Phänomen,
sondern ist in der Geschichte städtischer Siedlungsformen ein
unverrückbarer und auch die heutigen Strukturen weiterhin prägender
Faktor.
Die neuen Herausforderungen an eine zukunftsbeständige Stadtentwicklungspolitik
liegen darin, den Paradigmenwechsel vom 'gesteuerten Wachstum' auf
'geordneten Rückzug' zu kommunizieren und umzusetzen. Städtebauliche
Strategien sind darauf zu richten, die Konsequenzen gewandelter
Nutzungsansprüche an den Raum anzunehmen und behutsam umzusetzen.
Der Erfolg und die Akzeptanz solcher Strategien des Umbaus hängen
davon ab, wie dieser Wandel nicht als Verlust, sondern als Gewinn
von Lebensqualität und örtlicher Attraktivität vermittelbar
und erkennbar wird; dies in dem Sinne 'weniger ist mehr'.
In diesem Zusammenhang ergeben sich völlig neue Aufgaben,
die auf noch unbekannte Anpassungsleistungen städtischer Bau-,
Raum- und Infrastrukturen zielen. Die Überlegungen für
städtebauliche Maßnahmen haben dabei vor dem Hintergrund
gewichtiger gesellschaftlicher Veränderungen, z.B. in der Arbeitswelt
und in den Sozialsystemen, zu erfolgen. Mehr als kluge 'operative
Eingriffe' in den Stadtkörper sind 'strategische' Konzepte
als Langzeitprogramme gefordert. Eine zentrale Herausforderung stellt
sich bei der Anpassung von Kapazitäten an veränderte Nachfrage-
bzw. Bedarfsstrukturen.
(Quelle: www.stadtumbauwest.info)
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