Home
Kontakt | Impressum | Galerie  
Aktuelles Stadtumbau West VMW und THS-Gruppe
    Startseite > Stadtumbau West > Zukunftssichernde Strategien   Zurück | Drucken  
 
 
 
Zukunftssichernde Strategien zur Gestaltung des Stadtumbaus
Angesichts des strukturellen Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft können die Zukunftsstrategien nicht auf kleinteilige 'Reparaturen' beschränkt bleiben. Vielmehr sind Stadtentwicklungskonzepte gefordert, die einen ressourcenbewussten Umgang mit der Stadt als Lebensraum zum Maßstab der Politik erheben. Es wird eine Vielzahl von kleinen Projekten und Maßnahmen sein, die diesen Weg markieren. Gleichwohl sind diese einzubetten in eine gesamtstädtische Strategie. Gerade knapper werdende Ressourcen verlangen nach einem Konzept, das den großen Bogen spannt vom detaillierten Einzelobjekt bis hin zu interkommunalen Kooperationsformen mit den Nachbargemeinden. Deshalb gibt es auch kein Patentrezept, wie der Stadtumbau in Städten mit rückläufigen Einwohnerzahlen geleistet werden kann.

Grundsätzlich lassen sich folgende Strategien unterscheiden, die örtlich sehr differenzierte Mischformen bilden können:

Weiternutzung durch Anpassung (Schwerpunkt: Modernisierung)
Die vorhandene Nutzung wird gestärkt bzw. wiederbelebt. Die vorhandene Bausubstanz bleibt erhalten und wird gegebenenfalls an neuzeitliche Standards angepasst. So können schwervermietbare Bestandswohnungen durch Modernisierung oder Mietkostensenkung weiter genutzt werden. Technische Aufrüstung von Gewerbebauten erschließen andere Nachfragegruppen. Infrastruktureinrichtungen können durch neue Trägerschaften weitergeführt werden.

Wiedernutzung durch Neubau (Schwerpunkt: Nutzungswandel)
Die bisherige Nutzung bleibt auf dem Grundstück erhalten, wenn auch nicht in derselben Gebäudehülle. So könnten vielgeschossige Mietwohnungsbauten einer verdichteten Eigenheimbebauung weichen. Technologisch hochwertige Produktionsstätten werden anstelle alter Fabrikkomplexe errichtet. Unzeitgemäße Altenheime werden durch Seniorenwohnungen zur Förderung selbständiger Lebensführung ersetzt.

Umnutzung (Schwerpunkt: Nutzungsänderung)
Die bisherige Nutzung wird durch eine andere ersetzt, wobei die Bausubstanz weitgehend erhalten bleiben kann und den neuen Ansprüchen angepasst wird. Unvermietbare Wohnungen werden zu Büroräumen gezielt 'zweckentfremdet'. Kasernenareale und deren Gebäude werden zu Wohnquartieren umgebaut und durch umfeldverbessernde Maßnahmen aufgewertet. Geschlossene Schwimmbäder werden zu gewerblichen Produktionsstätten.

„Konservieren“ (Schwerpunkt: offene Nutzungsoptionen)
Brachgefallene Grundstücke und leerstehende Objekte werden zunächst keiner neuen Nutzung zugeführt. Sie werden für spätere Verwendungen vorgehalten und auf 'Reserve' gelegt. Sie bieten 'Nischen' für spontane Zwischennutzungen und damit Potenziale für spätere, noch unbekannte Nutzungsoptionen. Die bauliche Sicherung und werterhaltende Bewirtschaftung erfolgt 'auf Sparflamme' und wird z.B. durch eine Fondslösung abgesichert.

„Renaturierung“ (Schwerpunkt: kreislauforientierte Flächennutzung)
Die bisherige Nutzung wird aufgegeben, ohne dass eine neue Nutzung begründet wird. Die Flächen werden der 'Natur zurückgegeben' analog zu den Verfahren zur Renaturierung von ehemaligen Kohleabbaugebieten. Die nicht mehr benötigten Areale werden zur ökologischen Aufwertung eingesetzt und gehen in die kommunale Flächenbilanz als Ausgleichsflächen ein.
(Quelle: www.stadtumbauwest.info)

zurück zu „Stadtumbau West“

Städtebauliche Herausforderung durch Stadtumbau
Dreidimensionale Ausgestaltung der Förderung von   Umbaustrategien

 
 
Website besuchen
 
THS-Website besuchen
 
THS-Consulting-Website besuchen
 
THS-Consulting-Website besuchen
Home